Archiearis notha HÜBNER, 1803
(Auen-Jungfernkind, Pappel-Jungfernkind, Mittleres Jungfernkind)

[Männchen] [Weibchen]

 
  Ober-Olmer Wald, 16. März 2003. - Die Artzugehörigkeit ist am von der orangefarbenen Zeichnung der Hinterflügel vollständig eingeschlossenen, dunklen Diskoidalpunkt (Mauszeiger ins Foto bewegen) erkennbar. Bei A. parthenias ist dieser Punkt mit dem dunklen Bereich in der Flügelwurzel verbunden.    
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    Ober-Olmer Wald, 20. März 2005

Sicheres Arterkennungszeichen - auch beim nächsten Foto vom 12. Oktober 2003: Nur das Männchen von A. notha hat gekämmte Fühler (s. hochauflösende Fotos). Die Fühler des Weibchens und beider Geschlechter von A. parthenias sind fadenförmig.

 
       
    Ober-Olmer Wald, 12. Oktober (sic) 2003, det. E. Rennwald und A. Steiner. Wie mir mehrere Schmetterlingsexperten mitgeteilt haben, wurden Imagines beider Archiearis-Arten bisher ausschließlich von Februar bis April gesichtet. Ein Erklärungsansatz für die hier dokumentierte Beobachtung im Oktober könnte der außergewöhnliche Sommer 2003 sein, der auch die biologische Uhr anderer Schmetterlingsarten verstellt hat. Zum Verhalten dieses phänologisch  
      verirrten Falters: Er flatterte in 1-2 Metern Höhe  
  einen asphaltierten Waldweg entlang, auf dem ich ihn ca. 100 m weit verfolgte. Plötzlich schlug er einen Haken nach unten und setzte sich auf den Asphalt. Dort verließ er sich offensichtlich auf seine Tarnung, denn er störte sich nicht an meiner Annäherung bis auf wenige Zentimeter und flog erst wieder auf, als ich ihn antippte.  
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    Ober-Olmer Wald, 22. März 2005: Um 15:26 Uhr fand ich diesen Falter, der in einem halben Meter Höhe an einem Baumstamm sitzend seine Flügel entfaltete. Auf dem zweiten Foto (15:35 Uhr) ist der für A. notha typische Einschluss der Diskoidalpunkte in das Orange zu sehen. Um 15:40 Uhr klappte der Falter seine Vorderflügel herunter und begann, weiter am Baumstamm hochzuklettern. An den  
      ungefiederten Fühlern ist er als Weibchen  
  zu erkennen. Nachdem ich den Ort des Geschehens vorübergehend verlassen hatte, fand ich das Tier um 16:04 Uhr in ca. fünf Meter Höhe wieder; es hielt seine Vorderflügel wieder wie auf dem zweiten Foto schräg nach oben geklappt. - 50 m von dieser Fundstelle entfernt hatte ich bereits am 10. März 2005 einen frisch geschlüpften Falter der Art Archiearis parthenias in niedriger Höhe an einem Baumstamm gefunden.  
       
     

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