Brachyptere (stummelflügelige) und aptere (flügellose) Schmetterlingsweibchen im Ober-Olmer Wald

     

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In einigen Schmetterlingsfamilien gibt es Arten mit flugunfähigen Weibchen. Am weitesten verbreitet ist dieses Phänomen unter den Geometriden (Spannern), und zwar bei den meisten der im Winterhalbjahr schlüpfenden Arten:

1. Erannis defoliaria, 7. Dezember 2005
2. Apocheima pilosaria, 13. Februar 2006
3. Agriopis marginaria, 3. April 2006
4. Agriopis aurantiaria, 3. November 2005
5. Agriopis leucophaearia, 12. März 2005
6. Operophtera brumata, 13. November 2004
7. Operophtera fagata, 27. November 2004
8. Alsophila aescularia, 9. März 2005
9. Alsophila aceraria, 29. November 2005

Von einer weiteren Geometriden-Arten mit apteren Weibchen habe ich bisher nur ein Männchen gefunden: Apocheima hispidaria.

 
     

In der Familie der Chimabachidae gibt es in Deutschland nur drei Arten, die alle brachyptere Weibchen haben. Diurnea fagella ist links abgebildet (Foto vom 10. April 2005), Diurnea lipsiella rechts (Foto vom 3. November 2005). Die dritte Art (Dasystroma salicella) habe ich hier noch nicht nachgewiesen.

 
           
  Die Familie der Lymantriidae (Trägspinner) enthält eine Art mit apteren Weibchen, Orgyia antiqua, deren Nachweis im Ober-Olmer Wald zunächst nur auf dem Fund eines Eigeleges beruht.

Alle fünf im Untersuchungsgebiet nachgewiesenen Arten der Psychiden (Sackträger) haben aptere Weibchen: Psyche casta, Taleporia tubulosa, Proutia betulina, Sterrhopterix fusca und Dahlica triquetrella. Von letzterer gibt es eine nur an wenigen Orten Deutschlands lebende Form, die auch Männchen ausbildet (D. triquetrella f. bisex.). Bei der häufigen parthogenetischen Form (D. triquetrella f. parth.) vermehren sich die Weibchen geschlechtslos. Die kleinen, unauffälligen und sehr kurzlebigen Falter aller Psychiden-Arten sind kaum im freier Natur auffindbar. Die fünf genannten Artnachweise gründen sich deshalb auf Funde von Raupensäcken.

 
           
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