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Umrundung des Frankfurter Flughafens

Trainingslauf am Sonntag, den 23. Februar 2003

Fotos: Wolfgang Gräf und Edgar Kluge

  Vorwort für Nichtläufer - Speziallink für Läufer

Für viele Langstreckenläufer ist die Trainingseinheit des LSD (Long Slow Distance: der meist wöchentlich absolvierte, lange Dauerlauf) der Höhepunkt des Lauftrainings. Es gibt kaum etwas Schöneres, als stundenlang zu laufen und dabei die Gedanken frei herumschweifen zu lassen. In dieser Nische ist man frei von Fremdbestimmung, diese Stunden gehören einem ganz allein - oder man teilt diese Zeit bewusst mit anderen Läufern und genießt das unbeschreibliche Läuferglück gemeinsam.

Stundenlanges Laufen ist nur scheinbar monoton. Es gibt beim Laufen verschiedene mentale Zustände, und keiner davon hat auch nur ansatzweise etwas mit Langeweile zu tun. Auf einer landschaftlich schönen oder auch aus anderen Gründen interessanten Strecke nimmt man die Eindrücke von außen besonders intensiv auf. Auf eintönigen Strecken richtet sich die Aufmerksamkeit nach innen - eine Phase, in der man je nach Lust und Neigung Probleme überdenken oder schöpferisch tätig werden kann. Probleme, an denen man sich am Schreibtisch die Zähne ausbeißt, lösen sich beim Laufen oft fast wie von selbst.

Irgenwann bei einem langen Lauf kam mir die Idee, eine Rundstrecke um den Frankfurter Flughafen auszukundschaften und den Lauf im Internet auszuschreiben. Zunächst plante ich die Strecke mit digitalen ("TOP 50" Hessen) und analogen Karten, dann radelte ich sie ab und prägte sie mir dabei genau ein. Bis zum 22. Februar meldeten sich ca. 20 potentielle Interessenten, und ich war gespannt, welche Gruppe sich am 23. Februar zusammenfinden würde.

...

Am 23. Februar 2003 treffen wir uns zu acht vor dem Zeppelinmuseum in Zeppelinheim, sieben Läuferinnen und Läufer und ein Bike-Supporter. Bei wolkenlosem Himmel und angenehmer Kühle starten wir um 12:00 Uhr zu der 32-km-Runde.   Kurz nach dem Start in Zeppelinheim
 
 
Wir nähern uns der östlichen Einflugschneise.   Nach Unterquerung der Bahnlinie an der S-Bahn-Station Zeppelinheim geht es in den Wald. Obwohl wir einen der größten Verkehrsknotenpunkte Europas umrunden, führt die Strecke fast ausschließlich über Waldwege.
 
 
Die einmalige Chance, mit einem ICE um die Wette zu rennen, bleibt nicht ungenutzt.   Dass der ICE auf diesem Foto steht, muss ja nicht unbedingt verraten werden.
 
 
  Im Norden des Flughafens erscheint der Kiefernwald in einem anderen Licht.
 
 
Peter (vorn) läuft zum ersten Mal weiter als 30 km. Im Mai wird er zu seinem ersten Marathon starten. Viel Glück!  
 
 
 

Die sechs anderen Läuferinnen und Läufer und auch Bike-Supporter Wolfgang haben Ultramarathon-Erfahrung.

Angela und Edgar trainieren mit Rucksäcken und Gamaschen für den Marathon des Sables, an dem sie im April teilnehmen werden.

 
 
Stephan war bereits sieben mal bei den legendären 100 Kilometern von Biel dabei.  
 
 
Gabi ("Frau Werwolf") hat gerade ihr Ultramarathon-Debüt hinter sich. Klaus hat rund 80 Marathon- und Ultramarathonläufe in den Beinen, darunter alle 11 bisherigen Jungfrau-Marathons. Er kennt so viele schöne Läufe, dass es ihm von Jahr zu Jahr schwerer fällt, viele davon wegen Terminkonflikten auslassen zu müssen. Gestern war er noch auf dem Donnersberg.  
 
 
"Damals, bei meinem ersten Marathon ... ach, diese Schmerzen!" ;-)   Bei Gesprächen über Dinge, die Läufer brennend interessieren, ...
 
 
  ... vergeht die Zeit wie im Flug.
 
 
Wir nähern uns der Startbahn West, an der der eintönige Teil der Rundstrecke beginnt.  
 
 
Was machst Du da, Klaus? Die Welt umarmen?   Kilometer 17, Startbahn West: Die vor uns liegende Gerade ist nur 2,5 km lang, erscheint aber endlos.
 
 
Wolfgang freut sich, dass er den 256-Megabyte-Chip seiner Digitalkamera mitgenommen hat, ...  
 
 
Nicht mit Fotobearbeitungs-Software verfremdet!   ... und fotografiert wie besessen, meist vom fahrenden Fahrrad aus. Manchmal übersieht er ein Schlagloch und radelt fotografierend hinein.
 
 
Wir nähern uns dem Ende der Startbahn West ...  
 
 
  ... und legen dort eine kurze Pause ein, ...
 
 
... um ein startendes Flugzeug zu beobachten.   Ein bisschen mit Foto-Software geschummelt.
 
 
Danach geht es auf der anderen Seite der Startbahn 2,5 km stur geradeaus wieder zurück.   Bei meiner Fahrradtour am 19. Januar aufgenommen.
 
 
  Von km 23 an führt die Strecke am Südzaun des Flughafens entlang.
 
 
Es ist immer wieder erstaunlich, wie frisch Läuferinnen noch nach 26 Kilometern aussehen.  
 
 
  Bei km 29 legen wir eine kurze Rast ein. Wolfgang hat eine Tüte Rosinenbrötchen dabei und findet dankbare Abnehmer.

Dann geht es nur noch einen Kilometer an der Bahn entlang, ...

   
 
 

...einen Kilometer durch den Wald, ...

... einen Kilometer auf dem Randstreifen einer Straße und ...

... siebenhundert Meter durch Zeppelinheim.

 
 

Geschafft!

Vielen Dank an Angela, Edgar, Gabi, Klaus, Peter und Stephan für die nette Begleitung und die spannenden Gespräche.

Ganz besonderen Dank an Wolfgang für die perfekte Unterstützung mit dem Fahrrad!

Mainz, 2. März 2003

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